BIOGRAFIE (DE)

Die KÖNIGIN der AUVERGNE

Les débuts de Sylvie PullèsAnfang ihrer Karriere

Sylvie Pullès ist am 8. Juni 1972 geboren, deren Vater aus dem Cantal stammt und deren Mutter aus dem Aveyron. Mit vier Jahren entdeckt sie das Mundharmonikaspiel und wird von Kindesbeinen an von ihrem Vater, der Akkordeon spielt, in die traditionelle und folkloristische Musik eingeweiht.

Täglich wird sie von Musikstücken bekannter Künstler wie Jean Ségurel, Robert Monédière oder André Thivet begleitet. Ab sieben Jahren schlägt ihr Vater vor, Musiktheorie zu lernen. Von nun an setzt sie ihr Studium in dieser Richtung fort, nimmt an vielen Akkordeonwettbewerben teil und animiert zahlreiche Bälle. Zunächst bereits ab zwölf Jahren mit ihrem Vater und dann ab sechzehn Jahren mit ihrem eigenen Orchester.

Ihre Laufbahn als Künstlerin

1990, nach ihrem literarischen Abitur, studiert sie Musik an der Universität Toulouse-Le Mirail und besucht gleichzeitig das Conservatoire National de Musique de Toulouse.

1992 feiert Sylvie ihren 20. Geburtstag und wird als Texterin und Komponistin in die SACEM aufgenommen – dank der „Bourrée de Pierrefort“, die sie als Hommage an den Bezirk des Cantal geschrieben hat, in dem sie geboren wurde. Im April 2004 wird sie mit der Stadtmedaille von Pierrefort ausgezeichnet. Sie komponiert zahlreiche Musikstücke zu Ehren ihrer Heimat. Besonders hervorzuheben sind Titel wie „Moi, je chante l’Auvergne“ und „Pays des champs et des chansons“.

1993 erscheint ihre erste Kassette „L’Aubrac au Pont de Gournier“, auf der ihre ersten Kompositionen sowie viele dem Aubrac gewidmete Musikstücke aufgenommen sind.

Ihre Verbundenheit mit ihren Ursprüngen und die Qualität ihrer Interpretation veranlassen André Verschuren und Michel Pruvot dazu, sie beim Nationalen Akkordeonfestival im Zénith von Paris als „Königin der Folklore der Auvergne“ zu bezeichnen.

2004 tritt Sylvie auf dem berühmten Viadukt von Millau zur Einweihung in Anwesenheit des französischen Präsidenten Jacques Chirac auf. Zu diesem Anlass komponiert sie das Lied „Si tu vas à Millau“.

Neben ihren Kompositionen zu Ehren ihrer Heimat veröffentlicht sie zahlreiche CDs und DVDs. Dank ihrer 380 Kompositionen wird sie 2009 dauerhaftes Mitglied der SACEM und wird nach Montmagny in Québec zum „Carrefour mondial de l’accordéon“ eingeladen.

Danach tritt sie weltweit auf: in Argentinien, auf der Insel La Réunion und in vielen weiteren Ländern. Außerdem steht sie auf berühmten Pariser Bühnen wie dem Zénith, dem Casino de Paris oder dem Balajo sowie auf unzähligen Festivals und Tanzveranstaltungen in ganz Frankreich. Jedes Jahr ist sie außerdem auf dem Salon de l’Agriculture in Paris sowie im Rahmen der Tour de France präsent.

2010 feiert sie ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum auf der Bühne der Olympia in Paris. Sie ist die einzige Akkordeonistin, der diese Ehre zuteilwurde.

Zu diesem Anlass lädt sie zahlreiche Künstler und Gruppen ein, darunter Wazoo mit ihrer Kompanie „La Manivelle“.

Während der von Pierre Bonte moderierten Show interpretiert sie ihre größten Erfolge, darunter Werke, die sie mit Bruno Lorenzoni, Michel Pruvot, Maurice Larcange und André Verchuren komponiert hat.

Im selben Jahr erhält sie in Paris den Preis „Le Prestige des Provinces“.

Am 30. Mai steht Sylvie Pullès erneut auf der Bühne der Olympia. Die Veranstaltung wird ihrem Paten André Verschuren gewidmet und erneut von Pierre Bonte und Fabien Lecoeuvre moderiert.

Sie erhält außerdem eine besondere Auszeichnung von Discadance und Boulevard Studio zur Würdigung ihrer 30-jährigen Karriere: 5000 animierte Bälle, 2 Millionen gefahrene Kilometer und 2 Millionen Tänzerinnen und Tänzer.

2019 feiert Sylvie Pullès ihr 35-jähriges Bühnenjubiläum im Alhambra in Paris.

Parallel dazu veröffentlicht sie das Album „Le Bal des Auvergnats“, das unter anderem das Lied „Petits princes du Rocher“ enthält, welches von Fürst Albert II. von Monaco in Auftrag gegeben wurde.

Am 29. Juni 2020 wird sie vom französischen Kulturminister Franck Riester zum „Chevalier dans l’Ordre des Arts et des Lettres“ ernannt.

2020 beteiligt sie sich an der Gründung des Duos „Las Domaisèlas“, das traditionelle okzitanische Bälle im gesamten Süden Frankreichs animiert.

Gleichzeitig entwickelt sie die Show „Fai Tirar“, die Erzählungen, chromatisches und diatonisches Akkordeon sowie Lieder in französischer und okzitanischer Sprache vereint.

Am 23. November 2021 wird ihr die Auszeichnung „Chevalier des Arts et des Lettres“ von Didier Barbelivien im berühmten Restaurant „La Coupole“ in Paris offiziell überreicht.

Im Oktober 2024 veröffentlicht der Verlag „Les Éditions de l’Aulne“ ein Buch über ihre 40-jährige Karriere mit dem Titel „Le destin d’une Reine en Sabots“.

Ebenfalls 2024 dreht Sylvie Pullès einen 70‑minütigen Dokumentarfilm mit dem Titel „Sylvie Pullès sur les routes du Cantal et de l’Aveyron“, der beim Publikum großen Erfolg hat und von der Presse begeistert aufgenommen wird.

2026 plant sie eine Fortsetzung dieses Dokumentarfilms unter dem Titel „Sylvie Pullès repart sur les routes du Cantal et de l’Aveyron“.

2025 arbeitet sie gemeinsam mit Henri Guibet an einem Musikclip unter der Regie von Cyrille Gallais.

Anlässlich des 21-jährigen Jubiläums des Viadukts von Millau wird im Dezember 2025 außerdem der Clip zum erfolgreichen Lied „Si tu vas à Millau“ veröffentlicht.

2025 beginnt zudem ihre Zusammenarbeit mit der legendären Rockgruppe BIJOU, die heute unter dem Namen „Occitania“ bekannt ist.